Stammgäste gewinnen: So kommen zufriedene Gäste wieder und buchen direkt bei dir

Maximilian Fritsch · 3 Min. Lesezeit
Kurz gesagt
Stammgäste kennen die Wohnung und buchen im besten Fall direkt bei dir, ohne Provision. Du gewinnst sie vor allem durch einen Aufenthalt, an den man sich gern erinnert, und eine Website, die man wiederfindet. Vorsicht bei Gästen, die über eine Plattform gebucht haben: Airbnb verbietet ausdrücklich, sie zu künftigen Buchungen außerhalb von Airbnb zu bewegen, auch über Rabatte. Prüf deshalb die Regeln deiner Plattformen, bevor du Gäste auf Direktbuchungen hinweist.
Ein Gast, der zum zweiten Mal kommt, ist ein besonders angenehmer Gast. Er kennt die Wohnung, weiß, was ihn erwartet, und bucht im Idealfall ohne Provision direkt bei dir. Damit das klappt, ohne gegen die Regeln der Plattformen zu verstoßen, brauchst du den richtigen Weg.
Warum Stammgäste so wertvoll sind
- Keine Provision, wenn sie direkt buchen. Mehr in Direktbuchungen für Ferienwohnungen.
- Planbare Belegung: Viele kommen jedes Jahr zur gleichen Zeit, oft auch in der Nebensaison.
- Weniger Aufwand: Keine Fragen zur Anreise, kein Erklären der Heizung.
- Empfehlungen: Zufriedene Stammgäste erzählen Freunden und Familie von dir.
Der Aufenthalt entscheidet
Niemand kommt wieder, weil er eine Rabattkarte bekommen hat. Gäste kommen wieder, weil sie sich wohlgefühlt haben. Das sind oft Kleinigkeiten:
- ein persönlicher Gruß bei der Ankunft, ob vor Ort oder als Nachricht
- deine echten Tipps für die Umgebung statt eines Stapels Prospekte
- schnelle Hilfe, wenn etwas nicht funktioniert
- eine Wohnung, die so aussieht wie auf den Fotos
Die Regeln der Plattformen beachten
Airbnb verbietet in seinen Richtlinien ausdrücklich, Gäste dazu zu bewegen, aktuelle, künftige oder wiederholte Buchungen außerhalb von Airbnb zu machen. Dazu zählen Links in Nachrichten oder im Inserat und Rabatte für Buchungen außerhalb der Plattform. Verstöße können zur Sperrung des Kontos führen. Auch Booking.com hat Regeln zum Umgang mit Gästen und ihren Daten.
Das heißt für dich: Gäste, die über eine Plattform gekommen sind, solltest du nicht aktiv zur Direktbuchung bewegen. Lies die aktuellen Richtlinien deiner Plattformen, bevor du etwa Karten mit Hinweisen auf Direktbuchung in die Wohnung legst.
Wie Gäste dich trotzdem wiederfinden
- Ein einprägsamer Name, der auf allen Kanälen gleich ist. Wer sich an „Villa Sonnenglück“ erinnert, findet dich auch über Google. Mehr in Der richtige Name für deine Ferienwohnung.
- Eine eigene Website, die bei der Suche nach diesem Namen gefunden wird.
- Gäste, die direkt gebucht haben, kannst du nach dem Aufenthalt freundlich auf den nächsten Besuch ansprechen, zum Beispiel: „Im Herbst ist es hier besonders schön. Auf unserer Website findest du freie Termine.“
- Ein Vorteil für Wiederkehrer, die direkt buchen, etwa ein früherer Check-in.
E-Mails an Gäste nur mit Einwilligung
Möchtest du ehemaligen Gästen Angebote per E-Mail schicken, brauchst du dafür in aller Regel ihre ausdrückliche Einwilligung. Ausnahmen für Bestandskunden gibt es nur unter engen Voraussetzungen, lass dich im Zweifel beraten. Plattformen wie Booking.com übermitteln oft ohnehin keine echte E-Mail-Adresse, sondern eine Weiterleitungsadresse. Am einfachsten: Biete auf deiner Website eine Anmeldung für Angebote an.
Eine Website, auf der man direkt buchen kann
Der Wunsch, direkt zu buchen, nützt wenig, wenn es keinen einfachen Weg gibt. Deine Website sollte freie Termine zeigen und eine Anfrage oder Buchung in wenigen Klicks ermöglichen. Was sie dafür braucht, steht in Eigene Website für Ferienwohnungen.
Häufige Fragen
Darf ich Gästen von Airbnb oder Booking.com meine Website nennen?
Vorsicht. Airbnb verbietet ausdrücklich, Gäste zu Buchungen außerhalb von Airbnb zu bewegen, auch zu künftigen. Lies die aktuellen Richtlinien deiner Plattformen, bevor du Airbnb- oder Booking.com-Gäste auf deine Website hinweist.
Soll ich Stammgästen einen Rabatt geben?
Bei Gästen, die ohnehin direkt bei dir buchen, ist ein kleiner Vorteil sinnvoll, weil keine Provision anfällt. Persönliche Gesten wie ein früherer Check-in wirken oft genauso gut. Gästen von Airbnb darfst du dagegen keine Rabatte für Buchungen außerhalb von Airbnb anbieten.
Wie erinnere ich Stammgäste ans Wiederkommen?
Mit Einwilligung per E-Mail, zum Beispiel einmal im Jahr mit den freien Terminen für die nächste Saison. Ohne Einwilligung über einen einprägsamen Namen und eine gute Website, die bei Google gefunden wird, wenn der Gast nach dir sucht.