Eigene Website für Ferienwohnungen: Was sie braucht, damit Google und KI sie finden

Maximilian Fritsch · 3 Min. Lesezeit
Kurz gesagt
Eine eigene Website ist die einzige Quelle über deine Unterkunft, die du komplett selbst bestimmst. Sie bringt Direktbuchungen ohne Provision und liefert Google und KI-Assistenten verlässliche Fakten. Wichtig sind klare Inhalte, schnelle Ladezeit, gute Fotos, ein einfacher Buchungsweg und eine saubere technische Grundlage.
Viele Gastgeber fragen mich: „Brauche ich überhaupt eine eigene Website, wenn ich auf Airbnb und Booking.com bin?“ Meine Antwort: Ja, und heute mehr als früher. Sie ist nicht nur ein Weg zu Direktbuchungen ohne Provision, sondern auch die eine Quelle, aus der Google und KI-Assistenten verlässlich erfahren, was deine Unterkunft ausmacht.
Warum sie doppelt zählt
Für Gäste: Wer dich auf Booking.com gefunden hat, sucht oft noch einmal nach deinem Namen, um mehr zu erfahren oder direkt zu buchen. Findet er dann nur das Plattform-Inserat, bucht er dort.
Für Google und KI: Auf die Darstellung der Plattformen hast du wenig Einfluss. Deine eigene Seite bestimmst du selbst. Was dort klar steht, kann eine Suchmaschine oder ein KI-Assistent zitieren.
Statt 4 kommen 20 von 100 Buchungen direkt über deine eigene Website, ganz ohne Provision.
Diese Inhalte gehören auf die Seite
- Name, Ort und ein Satz, für wen die Unterkunft ideal ist, gleich oben
- Große, helle Fotos, das beste zuerst
- Ausstattung als Liste: Betten mit Größen, Küche, WLAN, Parkplatz, Haustiere
- Lage mit Entfernungen in Minuten, gern mit Karte
- Preise ab und Mindestaufenthalt, ehrlich und ohne versteckte Kosten
- Bewertungen, zum Beispiel die Gesamtnote von Booking.com und Airbnb mit Link
- Ein einfacher Weg zur Anfrage oder Buchung
- Impressum und Datenschutzerklärung, Pflicht in Deutschland
Die technische Grundlage
Du musst dafür kein Programmierer sein, aber diese Punkte sollte deine Website erfüllen:
- Schnell und mobil nutzbar: Die meisten Gäste kommen vom Handy.
- Verschlüsselt: Die Adresse beginnt mit https.
- Strukturierte Daten: Ein kleiner Code im Hintergrund, der Suchmaschinen sagt „Das ist eine Ferienunterkunft in …, mit dieser Ausstattung“. Viele Baukästen bieten das als Option.
- Für Suchdienste lesbar: Prüf in der Datei robots.txt, dass du Google und KI-Suchdienste nicht aussperrst.
- Einheitlicher Name: Derselbe Unterkunftsname wie auf den Plattformen, damit alles zusammengehört.
Ein Buchungsweg, der funktioniert
Eine schöne Seite ohne einfachen Buchungsweg verschenkt Gäste. Die Möglichkeiten reichen vom Anfrageformular über eine Kalenderanzeige bis zur echten Online-Buchung über einen Channel Manager, also das Programm, das deine Kalender auf allen Plattformen abgleicht. Wichtig ist, dass der Kalender stimmt. Nichts verärgert Gäste mehr als eine Doppelbuchung.
Direktrabatt: erlaubt und sinnvoll
Auf deiner eigenen Website darfst du günstiger sein als auf Booking.com. Das ist in Deutschland seit 2021 und durch das EU-Gesetz über digitale Märkte europaweit erlaubt. Schon ein kleiner Rabatt gibt Gästen einen Grund, direkt zu buchen. Mehr dazu in Direktbuchungen für Ferienwohnungen.
Häufige Fragen
Reicht eine einfache Seite mit einer Unterseite?
Für eine einzelne Wohnung ja, wenn alle wichtigen Inhalte drauf sind. Mehr Unterseiten lohnen sich, wenn du mehrere Wohnungen hast oder über deinen Ort schreiben möchtest.
Brauche ich ein Google-Unternehmensprofil für meine Ferienwohnung?
Google lässt Unternehmensprofile nach seinen Richtlinien in der Regel nicht für einzelne Ferienwohnungen zu, sondern für Unternehmen mit Ansprechpartner, etwa eine Vermietungsagentur mit Büro. Prüf die Richtlinien, bevor du eins anlegst. Für Einzelvermieter ist die eigene Website der wichtigere Hebel.
Wie lange dauert es, bis Google meine Website findet?
Meist einige Tage bis wenige Wochen. Schneller geht es, wenn du die Seite in der kostenlosen Google Search Console anmeldest und von deinen Plattform-Profilen oder Social Media darauf verlinkst, wo das erlaubt ist.