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Lücken im Kalender füllen: Mindestaufenthalt, Anreisetage und Last-Minute richtig einstellen

Maximilian Fritsch · 2 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Lücken von ein oder zwei Nächten entstehen oft durch zu starre Einstellungen: einen festen Mindestaufenthalt, feste Anreisetage oder eine zu lange Vorlaufzeit. Wer diese Regeln flexibel nach Saison und Wochentag setzt und kurzfristig freie Nächte gezielt rabattiert, füllt viele Lücken, ohne die Preise insgesamt zu senken.

Zwei Buchungen, dazwischen zwei leere Nächte, und niemand bucht sie. Das kennt fast jeder Gastgeber. Oft liegt es nicht an der Nachfrage, sondern an deinen Einstellungen: Die Lücke ist für Gäste schlicht nicht buchbar.

Warum Lücken entstehen

Mindestaufenthalt. Bei einem Mindestaufenthalt von drei Nächten bleibt eine Lücke von zwei Nächten für immer leer.

Feste Anreisetage. Wer nur Samstag-Anreisen erlaubt, verliert alle Gäste, die mittwochs kommen wollen.

Vorlaufzeit. Ist eine Buchung erst ab zwei Tagen im Voraus möglich, fallen spontane Gäste weg.

Zu hoher Preis für die Restnacht. Eine einzelne Nacht zum Wochenendpreis bucht im November kaum jemand.

So sieht ein gefüllter November ausBeispiel
November+3 Nächte

Ausschnitt: 2. bis 15. November

vorher gebuchtdazugewonnen

So füllst du die Lücken

Mindestaufenthalt nach Saison staffeln

In der Hauptsaison ist ein längerer Mindestaufenthalt sinnvoll, weil du dir viele Wechsel sparst. In der Nebensaison kostet er dich Buchungen. Viele Plattformen erlauben unterschiedliche Mindestaufenthalte je nach Zeitraum und teilweise je nach Anreisetag. Nutze das, statt eine Regel fürs ganze Jahr zu haben.

Lücken gezielt freigeben

Prüf einmal pro Woche die kommenden vier Wochen. Siehst du eine Lücke, die kürzer ist als dein Mindestaufenthalt, senk ihn für genau diese Daten. Manche Channel Manager und Preis-Tools können das automatisch.

Anreisetage öffnen

Außer in der Hochsaison an der Küste gibt es selten einen guten Grund für feste Anreisetage. Mehr mögliche Anreisetage bedeuten mehr mögliche Buchungen.

Kurzfristig rabattieren, aber gezielt

Ist eine Nacht zehn Tage vorher noch frei, lohnt oft ein Last-Minute-Rabatt für genau diese Nacht. Das ist besser, als die Preise insgesamt zu senken. Mehr zur Preisgestaltung in Dynamische Preise für Ferienwohnungen.

Vorlaufzeit verkürzen

Wenn du die Übergabe kontaktlos organisierst, zum Beispiel mit einer Schlüsselbox, kannst du auch Buchungen für denselben Tag annehmen.

Auf Booking.com besonders wichtig

Auf Booking.com lassen sich Mindestaufenthalt, Anreise- und Abreisetage im Extranet für einzelne Zeiträume einstellen. Wenn bei dir bestimmte Wochentage regelmäßig leer bleiben, lohnt ein Blick genau dorthin. Oft blockiert eine einzelne Einstellung ganze Wochen. Mehr zum Ranking in Booking.com Ranking verbessern.

Ein einfacher Wochen-Check

Nimm dir jeden Montag zehn Minuten:

  1. Kalender der nächsten vier Wochen öffnen
  2. Lücken markieren, die kürzer sind als der Mindestaufenthalt
  3. Mindestaufenthalt für diese Daten senken
  4. Freie Nächte in den nächsten zehn Tagen leicht rabattieren
  5. Prüfen, ob alle Kanäle denselben Kalender zeigen

Häufige Fragen

Lohnen sich Einzelnächte überhaupt, wenn ich jedes Mal reinigen muss?

Das hängt von deinen Reinigungskosten ab. Rechne einmal nach: Bringt eine Nacht nach Abzug von Reinigung und Provision noch etwas? Wenn ja, lohnt es sich, gerade in der Nebensaison. Viele Gastgeber decken das über eine Reinigungsgebühr ab.

Schadet ein kurzer Mindestaufenthalt meinem Ranking?

Nein, eher im Gegenteil. Mehr buchbare Daten bedeuten, dass deine Unterkunft bei mehr Suchanfragen überhaupt infrage kommt.

Was ist mit Lücken in der Hochsaison?

Dort reicht oft schon, den Mindestaufenthalt kurzfristig zu senken. Rabatte brauchst du in der Hochsaison selten.

Über den Autor: Maximilian Fritsch war Account Manager bei Booking.com, ist Superhost auf Airbnb mit seiner eigenen Ferienwohnung in Dresden und berät Gastgeber und Vermietungsagenturen zu mehr Buchungen. Mehr über mich · LinkedIn